WER WIR SIND
Projektdaten
Medizinische Transporte mit unbemannten Flugsystemen zwischen Niebüll und Wyk auf Föhr
(LIFEDRONE | Tidelands)
Verbundpartner
- HHLA Sky GmbH
- Universität Greifswald
- Universitätsmedizin Greifswald
Assoziierte Partner
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Weitere Informationen
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Gesamtziel des Vorhabens
Mit dem Forschungsprojekt LIFEDRONE | Tidelands untersucht die UAM-InnoRegion-SH, wie unbemannte Flugsysteme künftig einen konkreten Beitrag zur medizinischen Versorgung der nordfriesischen Inseln und Halligen leisten können. Im Mittelpunkt stehen dringliche medizinische Transporte zwischen den Standorten des Klinikums Nordfriesland in Niebüll und Wyk auf Föhr.
Die besondere Geografie der Region stellt die Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen. Transporte über die Nordsee sind von Fährverbindungen, Fahrplänen und Wetterbedingungen abhängig. Gerade bei medizinischen Proben, Blutprodukten oder dringend benötigten Medikamenten können dadurch wertvolle Stunden verloren gehen. Drohnen sollen den bestehenden Transport ergänzen und eine schnelle und zuverlässige Verbindung zwischen dem Festland und der Insel Föhr ermöglichen.
Im Projekt werden die Drohnen nicht nur technisch erprobt, sondern in die bestehenden Abläufe des Klinikums und der beteiligten medizinischen Einrichtungen eingebunden. Medizinische, logistische und technische Prozesse werden dafür gemeinsam betrachtet und weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem standardisierte Abläufe für den Transport, die Überwachung der Qualität der beförderten Proben sowie die Entwicklung einer sicheren und anwenderfreundlichen Transportbox.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Flugbetrieb außerhalb der Sichtweite der Pilotinnen und Piloten, dem sogenannten BVLOS-Betrieb. Geplant ist eine mehrmonatige Erprobung unter realen Bedingungen. Dabei sollen unterschiedliche Tageszeiten und Wetterlagen berücksichtigt und die Flüge schrittweise bis hin zu einem dauerhaften Betrieb ausgeweitet werden. Auch sichere Start-, Lande- und Notlandepunkte sowie die zuverlässige Integration der Drohnen in den Luftraum spielen eine wichtige Rolle.
LIFEDRONE | Tidelands verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Fachleute aus Medizin, Gesundheitswissenschaften, Luftrettung, Flugbetrieb und Technologie arbeiten gemeinsam an einer praxistauglichen Lösung. Neben technischen und medizinischen Fragestellungen untersucht das Projekt auch Genehmigungsprozesse, naturschutzrechtliche Anforderungen, die Wirtschaftlichkeit des Betriebs sowie die Bedürfnisse und Erwartungen der beteiligten Akteure.
Langfristig soll das Projekt die Voraussetzungen für einen sicheren und wirtschaftlich tragfähigen Regelflugbetrieb schaffen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auf weitere medizinische Einsatzmöglichkeiten sowie auf andere Inseln, Halligen und ländliche Küstenregionen übertragen werden können. Perspektivisch könnten Drohnen nicht nur medizinische Proben und Blutprodukte, sondern auch Notfallmedikamente oder weitere dringend benötigte Güter transportieren.
LIFEDRONE | Tidelands zeigt damit, wie Drohnentechnologie dort eingesetzt werden kann, wo sie einen unmittelbaren gesellschaftlichen Mehrwert schafft: für kürzere Transportzeiten, verlässlichere Versorgungswege und eine zukunftsfähige medizinische Daseinsvorsorge im ländlichen und maritimen Raum.
Weiterführende Informationen
Blog-Beiträge zum Projekt "LIFEDRONE | Tidelands"
Ansprechpartner
Medizinische Transporte mit unbemannten Flugsystemen zwischen Niebüll und Wyk auf Föhr
(LIFEDRONE | Tidelands)




